Geistliches zu Kirche im Dialog 


Der Glaube lebt davon, dass man in der Lage ist, darüber zu sprechen. Der christliche Glaube ist kein Glaube an ein bloßes „Es“, an bestimmte Sätze oder Paragraphen, sondern ein Glaube zu einem „Du“ hin. So ist der wirklich tiefe Glaube von seinem Wesen her ein dialogischer Glaube. Dialogbereitschaft schafft Vertrauen. Es geht nicht darum, Recht zu haben oder zu bekommen, sondern es geht letztlich um Gott selbst, dass wir ihn als „Du“ in unserm Leben finden und ihn als Schöpfer desselben anerkennen. So ist es die erste Aufgabe der Kirche, dem Walten Gottes in dieser Welt zu vertrauen und ebenso darauf hinzuweisen.
Um den Dialog pflegen zu können, braucht es ein bestimmtes Maß an Glaubenswissen und theologischer Grundkenntnisse. Die Kirche wird Gehör finden, wenn sie selbst eine lernbereite und hörende Kirche ist.
Es gibt das bekannte Wort von Bischof Gaillot: Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts. Es geht also nicht in erster Linie um die Kirche selbst, sondern um das Heil der Menschen. So ist eine dialogbereite Kirche auch immer eine demütige und weltzugewandte Kirche. (PJK)

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