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La Rue - Lakou - Lakay - Cap Haitien (Haiti)

Ähnlich wie in der Hauptstadt Port-au-Prince gehörten auch in Cap Haitien Straßenkinder zum Alltagsbild. Aufgrund des Erfolgs in der Hauptstadt entschlossen sich die Salesianer 2008, ihr Straßenkinderprogramm La Rue –  Lakou – Lakay auch in Cap Haitien zu etablieren. 


In der ersten Phase, genannt La Rue (die Straße), wird der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen behutsam aufgebaut. Die Streetworker, die diesen Part übernehmen, sind gleichzeitig Lehrer und Betreuer für die Kinder, die die weiteren Phasen des Projektes durchlaufen. 

Nach der Kontaktaufnahme kommen die Straßenkinder in die zweite Phase, die als Lakou (der Hof) bezeichnet wird. Hier bekommen sie eine warme Mahlzeit, können sich waschen, ausschlafen und können die Einrichtung jederzeit wieder verlassen. Ohne Zwang und ohne Verpflichtungen richtet sich diese Phase ganz nach den Bedürfnissen der Kinder. Zudem gibt es ein kleines Angebot an handwerklichen Ausbildungsmöglichkeiten. Hier können die Kinder ein wenig Geld verdienen. Etwa 100 Straßenkinder zwischen 6 und 20 Jahren kommen täglich ins Lakou

Wenn die Kinder und Jugendlichen sich für die Abkehr von der Straße entscheiden, beginnt die dritte Phase des Projektes, Lakay (das Zuhause). 33 Jungs zwischen 10 und 18 Jahren leben zurzeit im Heim. Lakay bildet den Abschluss des Straßenkinderprojektes in Cap Haitien und ermöglicht den Straßenkindern eine Ausbildung in den Bereichen Tischlerei, Schweißerei, Schneiderei, Elektrik oder Kühl- und Kältetechnik. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre erhalten die Jugendlichen von den Salesianern einen Werkzeugkoffer zum Start in ein neues, besseres Leben.

Seit 2010 wird diese von Pater Stra SDB geleitet, dem Initiator des Programmes.

 

Kostenbeispiele:
3 € - Kosten für Nahrung, Kleidung und Unterkunft für ein Kind pro Tag;
9 € - Kosten für Schulsachen und Schulkleidung für ein Kind pro Monat;
150 € - Kosten für einen Werkzeugkoffer