Kirchweihe in Lohfelden (Zeitungsartikel von Dr. Schreiber, 5.11.1978 Pfarrarchiv)

Kirchweihe in Lohfelden

Ein Jahr nach der denkwürdigen Grundsteinlegung am 30.Oktober 1977 konnte jetzt der Neubau der St. Johannes Bosco Kirche in Lohfelden bei Kassel vollendet werden und am ersten Novembersonntag 1978 durch Diözesanbischof Prof. Dr. Eduard Schick aus Fulda die kirchliche Weihe erhalten. Das neue Gotteshaus ist dritter Bauabschnitt eines großen Zentrums der katholischen Kirchengemeinde Lohfelden, von dem Ende Oktober 1977 das Gemeindehaus bezogen wurde, nachdem vorher schon das Pfarrhaus errichtet worden war. Vor Jahren hatte man dafür das hinter der alten Kirche auf der Höhe liegende Grundstück in einer Größe von etwa 5400 qm erworben. Nördlich vom katholischen Kirchenzentrum ist die neue Ortsmitte von Lohfelden, mit Rathaus, Schule und einer größeren Wohnbebauung im Entstehen. So liegen nun Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus der Katholiken inmitten der neuen und der alten Gemeinde Lohfelden.

Wie der ganze Ostteil des alten Landkreises Kassel, gehörte auch Lohfelden zum Seelsorgebezirk der Salesianer Don Boscos, die 1935 die damalige Pfarrkuratie St.Kunigundis in Kasssel-Bettenhausen übernommen hatten. Die Zahl der Katholiken wuchs nach dem Kriege durch den Zuzug der Heimatvertriebenen in diesem Gebiet um ein Vielfaches. In Lohfelden bot sich 1949 die günstige Gelegenheit, eine Steinbaracke (früher Kino der amerikanischen Besatzungssoldaten) zu erwerben, die unter dem aus Schlesien stammenden Salesianer Pater Richard Hauffen in Selbsthilfe zu einem Gotteshaus umgebaut wurde. Nach Jahren zeigten sich mehr und mehr die Nachteile und Schäden dieser Notkirche. Als Pater Hauffen 74-jährig starb, wurde Pater Wilhelm Borg 1973 sein Nachfolger, der sich schon bald mit dem Bau eines neuen Kirchenzentrums für die auf nahezu 3000 Seelen angewachsene Gemeinde befasste.

Der Neubau der Kirche entstand wie bereits das Pfarr- und Gemeindehaus als reiner Mauerwerksbau, mit Strebepfeilern zur Verstärkung der Wände und ist innen und außen verklinkert. Bei dem Entwurf für das neue Gotteshaus hat Kirchenarchitekt Josef Bieling (Kassel) unter Berücksichtigung der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils den Altar so zentral angeordnet, dass den um ihn herum geschafften Gläubigen eine Aktive Teilnahme am Gottesdienst ermöglicht wird. Um die notwendige Stille zu erreichen, wurden die Fenster bewusst sehr hoch angeordnet, die wie ein breites Lichtband rings um den ganzen Innenraum herumziehen. Die Kirchendecke wurde so gestaltet, dass die tragende Konstruktion hell lasiert sichtbar wird und als große Kassettendecke mit einem Raster von drei Metern in Erscheinung tritt.

Der helle Fußboden aus Carrara-Marmor wurde im Kontrast zur Kassettendecke diagonal verlegt und ist als Übergang zu den Wänden am Rand mit grünem Dolomit eingefasst. Aus gleichem Anröchter Dolomit sind auch Altar, Tabernakel und Ambo gestaltet. Die Dachkonstruktion, von außen vor- und zurückspringend, wurde als eine große Krone ausgebildet und ist durch die erhöhte Lage des Kirchenzentrums weithin sichtbar. An der Altarrückwand sind Betonreliefs angebracht, die Szenen und Begebenheiten aus dem Leben des Kirchenpatrons veranschaulichen. Das neue Gotteshaus wurde auch mit einer Werktagskapelle ausgestattet, die zugleich auch als Beichtkappelle dient. – Die Baukosten für die neue St. Johannes Bosco Kirche in Höhe von 1,7 Millionen Mark werden von der Diözese Fulda, dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in Paderborn und von der Kirchengemeinde Lohfelden aufgebracht.


St. Johannes Bosco

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