Was ist Sünde?
Nicht der Familienkrach an sich ist meine Sünde,
sondern


dass ich nicht versuche, zu Hause von mir zu erzählen,
dass ich auch nicht mehr zuhöre und zu verstehen versuche;
dass ich mich für die anderen nicht interessiere,
dass mir das Fernsehen wichtiger ist;
dass ich mir erst im Krach Luft mache;
dass ich laut und gemein werde.

Nicht erst, dass es zu Hause knallt ist meine Sünde,
sondern


dass ich mich nicht bremse;
dass ich den andern auf den Boden werfe und liegen lasse;
dass ich darin groß bin, alte Sachen aufzuwärmen, anstatt sie zu vergessen,
dass ich den oder die anderen erledigt zu Hause zurücklasse...




Nicht jedes mal, wenn ich mit Mitmenschen aneinander gerate, ist schon Sünde,
sondern


dass mich Mitmenschen gar nicht interessieren;
dass mir einer so egal sein kann, dass er neben mir verkümmert oder sogar an irgend etwas kaputt geht, ohne dass ich etwas unternehme;
dass ich mich nicht belaste mit dem Elend, mit dem sich einer herumschlägt: Ist ja seine Sache! Soll sehen, wie er damit fertig wird.
dass mir das Schicksal, das Unglück, das Pech von Mitmenschen gleichgültig ist;
dass mir das Geschehen in unserem Staat, in unserer Gesellschaft, in unserer Pfarrgemeinde gleichgültig ist
dass mich eine Fußballschlacht mehr bewegt als ein Krieg

Nicht zuerst hoher Lebensstandard, toller Urlaub, Genuss sind Sünde,
sondern


dass ich dabei der Not und dem Verhungern von Menschen untätig zusehe
dass ich mich ganz ruhig abfinde.


Nicht dass ich für mein Glück so viel tue,
sondern


dass mir das Unglück nächster Menschen so gleichgültig ist...




Nicht, dass ich mein Recht und meine Freiheit durchsetze, ist Sünde,
sondern


wenn ich dabei anderen ihre Rechte, ihre Freiheit, ihre Chancen nehme;
wenn ich Menschen absichtlich das Leben schwer mache...

Nicht der zärtliche Kontakt an sich ist Sünde,
sondern


der vorübergehende lieblose Test und Verschleiß des anderen zu meiner Befriedigung;


Nicht Zentimeter unterscheiden schon über gut und bös,
sondern


wie viel Tiefe und Dauer und Ehrlichkeit hinter meinem Spiel stehen oder nicht....

Nicht die Gewohnheit der Selbstbefriedigung ist ohne weiteres Sünde,
sondern


dass ich aufgebe und nicht mehr versuche, meiner eigenen Geschlechtlichkeit und Geschlechtskraft gegenüber zu erkennen, dass diese nicht auf mich zu richten ist, sondern angelegt auf ein Du;
dazu und zu mir selbst ein reifes Verhältnis und klare Haltung finde...

Nicht, dass ich in heikler Situation lüge, ist allein meine Sünde,
sondern


dass ich verlogen bin;
dass ich Theater spiele,
dass ich nicht den Mund aufmache, wenn ein anderer das Opfer von Lügen wird...

Nicht, dass ich über jemanden spreche, ist Sünde,
sondern


dass ich Schlechtes erzähle, ohne zu prüfen;
dass ich den wehrlosen Ruf anderer zerstöre;
dass ich auf Kosten anderer "groß" herauskomme;
dass ich von der Lächerlichkeit anderer lebe...

Nicht, dass ich unandächtig bete, ist schon Sünde, sondern viel mehr

dass mir Gott so gleichgültig ist,
dass ich mein Leben nicht vor ihm bespreche;
dass ich kaum versuche, Gott ernsthaft anzusprechen mich ihm ehrlich zu stellen...

Nicht, dass ich nicht zur Kirche gehe, ist schon meine Sünde, sondern vielmehr

dass ich meinen Kinderglauben weggeworfen habe, ohne den Erwachsenen-Glauben zu suchen;
dass ich Jesus Christus nicht ernst nehme...

Nicht, dass ich an Gott zweifle, ist meine Sünde,
sondern


dass ich es unterlasse, im Gespräch mit anderen und in bewusster Stille einen neuen (anderen) Zugang zu Gott zu suchen...

SÜNDE IST:    zu wenig Liebe

Verfasser unbekannt


St. Johannes Bosco

Pfarrer Pater Polkowski
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