Familienfahrt der Don-Bosco-Gemeinde nach Berlin

 
Vom 17.-19. Aug. haben wir mit 46 Personen ein verlängertes Wochenende in Berlin verbracht. Unser Reiseziel und Quartier war das Jugendgästehaus im Don-Bosco-Zentrum in Marzahn. Ein Schwerpunkt der Einrichtung ist die Jugendsozialarbeit. Es geht darum, die Chancen junger Menschen, die auf sich allein gestellt sind und die der fachlichen Begleitung bedürfen, zu verbessern. Wir haben also nicht nur das schöne Berlin mit seinen Sehenswürdigkeiten angeschaut, sondern wir haben uns auch mit den sozialen und pastoralen Herausforderungen einer Großstadt auseinandergesetzt, und das am Beispiel dieser kirchlichen Einrichtung. Das Haus ist verkehrstechnisch gut zu erreichen. In direkter Nähe gibt es eine S-Bahn-Station (Haltestelle Raoul-Wallenberg-Straße). Mit der Eröffnung des Don-Bosco-Zentrums 2008 wurde die anliegende Straße in „Otto-Rosenberg-Straße“ umbenannt. Gedenktafeln auf dem Platz vor dem Haus erinnern an den Namensgeber und das Schicksal der Sinti und Roma. 1943 kam Otto Rosenberg als 16-jähriger mit seiner Familie in das Konzentrationslager Auschwitz, von denen dann ein Großteil ermordet wurde. Nach dem Krieg hat er sich politisch sehr für die Sinti und Roma in Deutschland eingesetzt. Eine Tochter von ihm ist die bekannte Sängerin Marianne Rosenberg (Pater Josef Kahmann).

 
Am Freitag, 17.8.12 startete pünktlich um 16.30 Uhr unsere Busfahrt nach Berlin. Neben dem persönlichen Gepäck war auch die komplette Ausstattung der Band Dachboden dank der fleißigen Mithilfe aller Teilnehmer gut verstaut worden. Es dauerte auch nicht lange bis wir unseren gut gelaunten und sehr unterhaltsamen Busfahrer Gerhard ins Herz geschlossen hatten. Die Fahrt dauerte wegen der Fahrpausen-Regelung länger als gedacht. Dafür wurden wir aber bei Ankunft an der Berliner Stadtgrenze mit einer spontanen Busfahrt durch Berlin bei Nacht überrascht. Im Don-Bosco-Zentrum angekommen wurden zunächst die Zimmer bezogen und anschließend gab es noch ein gemütliches Beisammensein. Oder man traf sich zum Chillen in einigen Zimmern. Alle haben sich auf Anhieb wohl gefühlt in dem sehr gastfreundlichen Haus. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Gästehaus-Team!

 
Am Samstag haben wir uns mit dem super leckeren und reichhaltigen Frühstück gut für den Tag gestärkt. Dieser stand bis zum Abendessen zur freien Verfügung. So waren unterschiedliche Gruppen in Berlin unterwegs, deren Programm auch sehr unterschiedlich war. Folgende Highlights wurden besucht: Gärten der Welt in Marzahn, Brandenburger Tor, Reichstag, Regierungsviertel, Alexanderplatz, Rotes Rathaus, Nicolaiviertel, Marienkirche, Dom, Hackesche Höfe, Unter den Linden, Checkpoint Charlie, KaDeWe, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Bahnhof Zoo, Türkenmarkt am Maibachufer, Schifffahrt auf der Spree, Gold-Else, Gedenk-Kreuze Maueropfer, Holocaust-Denkmal, Sony-Center usw. Ein Besuch der Reichstagskuppel war vorab angemeldet worden, so mussten die Teilnehmer auch nicht lange warten. Einige Teilnehmer haben auch an einer kleinen Führung durch einen Berliner Kiez teilgenommen. Dabei gab es abseits der großen Touristenpfade auch einiges zu entdecken. Zur Erledigung der Aufgabe haben auch Alle etwas aufgehoben, was ihnen vor die Füße gekommen ist (siehe extra Bericht). Nach dem wieder leckeren Abendessen teilte sich die Gruppe. Auf dem Programm stand nun ein Besuch des Dorfes Alt-Marzahn. Rund um das altertümliche Dorf wurden später die bekannten Plattenbauten errichtet. Die andere Gruppe traf sich im Gemeindehaus der Kirche Zur Verklärung des Herrn. Während die Band Dachboden für den Gottesdienst probte, erstellten die Jugendlichen ein Kunstwerk aus den Fundsachen. Zum Abschluss des Tages traf man sich wieder zum gemütlichen Beisammensein im Don-Bosco-Zentrum. Einige Jugendliche haben auch noch ein wenig Berliner Nachtluft geschnuppert.

 
Diese Kinder sind wie Edelsteine,
die auf der Straße liegen.
Sie müssen nur aufgehoben werden,
und schon leuchten sie. (Johannes Bosco)
Alle Teilnehmer der Berlin-Fahrt hatten die gleiche Aufgabe: sammle etwas, was dir vor die Füße kommt und was du mit dem Spruch in Verbindung bringen kannst. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Von den Jugendlichen wurden die gesammelten Dinge zu einem wahren Kunstwerk zusammengestellt. Kaum zu glauben: eigentlich handelt es sich bei den einzelnen Stücken größtenteils um Müll – als Arrangement ist das Kunstwerk aber durchaus ein Hingucker!
(Sandra Gemke)


 
Auch am Sonntag war das Frühstück wieder sehr lecker. Anschließend fuhren wir zum Gottesdienst, in dem alle Schulkinder gesegnet wurden. Wie vor zwei Jahren war die Gemeinde von der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes durch unsere Jugendband begeistert. Wir wurden sehr freundlich empfangen und für einen neuen Besuch eingeladen. Vielleicht klappt es ja in zwei Jahren wieder? Im Don-Bosco-Zentrum wurden wir von Pater Albert durch das Haus und die Werkstätten geführt und bekamen sehr interessante Einblicke in die Jugendsozialarbeit vor Ort und in die Zusammenarbeit mit Heiligenstadt. Zu diesem Thema später mehr.
Dann war schon wieder Einpacken und Beladen des Busses angesagt und nach dem leckeren Mittagessen begann die Heimreise. Gerhard hat uns wohlbehalten wieder zurück nach Lohfelden gebracht. Dankeschön.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer – Ihr wart eine tolle Reisegruppe! Bleibt behütet und liebe Grüße, Sandra Gemke (Reiseleiterin)



St. Johannes Bosco

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